Jahreshauptversammlung

 
Der neue Wehführer, Stephan Hoffmann, eröffnete in seiner, für ihn typischen ruhigen und verbindlichen Art, pünktlich die Versammlung und arbeitete dann systematisch die Tagesordnungspunkte ab: Feststellung der Beschlussfähigkeit, 42 Anwesende von 47 wahlberechtigten Feuerwehrmitgliedern, Begrüßung der Gäste, Jahresberichte der Feuerwehr und Jugendfeuerwehr.

Als die Gäste das Wort haben, versicherte Senator Berkahn als Vertreter des Bürgermeisters, dass die Freiwillige Feuerwehr Friedenshof personell und organisatorisch gut aufgestellt sei. Darauf baue auch die Hansestadt, die mit ihrer Umstrukturierung des Brandschutzes mit hauptamtlichen Kräften eine Vorreiterrolle im Land einnehme.
Bürgerschaftspräsident Dr. Zielenkiewitz legte in seiner eigenen Rede noch eins drauf: hatte er anlässlich der Verabschiedung von Siegmund Struve diesem noch bescheinigt, er sei eine herausragende Figur, so erstreckt er diese Ehrung nun auf alle Kameraden: „Sie gehen raus und retten - während wir in der Bürgerschaft warm und trocken sitzen.“

Höhepunkte der Versammlung bildeten die Aufnahme von Raschid Talal, Maschinenbaustudent aus Marokko, und die Wahl des stellvertretenden Wehrführers. Bewerber David Wellnitz wurde in geheimer Wahl einstimmig gewählt. Sichtlich bewegt dankte er für das ihm ausgesprochene Vertrauen und hoffte auch für die Zukunft auf gute Zusammenarbeit.

Auch Neumitglied Raschid ergriff das Wort und sagte, dass es etwas vergleichbares in seiner Heimat nicht gäbe und, dass es für ihn eine Ehre sei, in die Wehr aufgenommen zu werden.

Vor diesem Hintergrund gerieten die Beförderungen und Geburtstagsehrungen fast zur Nebensache.
Zum Schluss lobte der Wehrführer die Kameraden für den Löscheinsatz am Tag zuvor in der Nachbargemeinde Karow-Dorf Mecklenburg und dankte sowohl den Angehörigen, Arbeitgebern und der Hansestadt für ihre Unterstützung der Kameraden, denn „soziales Umfeld der Kameraden und wirkungsvolle Feuerwehrarbeit sind untrennbar miteinander verbunden.“ Bei belegten Brötchen und Getränken wurde zum gemütlichen Teil übergegangen. Dank dafür an die Kameradinnen Villvock, Hard und Teuber
Text: Stephan Lubinski